

Der Yamazaki Distiller’s Reserve ist ein typischer Vertreter der renommierten Yamazaki-Destillerie. Es handelt sich um einen Single Malt mit fruchtigen Noten in der Nase, einem leichten, weichen Körper und einem langen Abgang. Für den Ausbau wurden verschiedene Fasstypen verwendet: Bordeaux-Weinfässer, Sherryfässer sowie Fässer aus japanischer Mizunara-Eiche. Diese besondere Kombination sorgt für Tiefe, Eleganz und ein ausgewogenes Aromenspiel.
Die japanische Mizunara-Eiche zählt zu den seltensten Fasshölzern überhaupt, da sie keinen geraden Wuchs aufweist und entsprechend schwierig zu verarbeiten ist. Zudem besitzt sie eine deutlich geringere Tanninkonzentration als beispielsweise europäische Eiche. Dadurch kommt es selbst bei längerer Fasslagerung seltener zu einer sogenannten «Überholzung». In diesem Fall reiften Bestandteile des Whiskys bis zu rund 20 Jahre im Fass und entwickelten intensive Fruchtaromen bei gleichzeitig zurückhaltendem Holzeinfluss.
In der Nase zeigt sich der Whisky ausgesprochen vielschichtig. Getrocknete Erdbeeren treffen auf florale Trockenblumen, begleitet von Pfefferminztee und Eukalyptus. Sandelholz und Vanille sorgen für Tiefe, während etwas frischer Pfirsich und ein Hauch Parfüm die elegante Seite dieses Malts unterstreichen.
Am Gaumen präsentiert er sich allgemein fruchtig mit einem weichen, malzigen Charakter. Vanille, Birne und feine Eichennoten verbinden sich mit Zimt und einer dezenten Würze. Der Körper bleibt dabei leicht und ausgewogen, was den Whisky sehr zugänglich macht, ohne an Komplexität zu verlieren.
Der Abgang ist lang, fruchtig und von Vanille geprägt. Eine trockene Note sorgt für Struktur und rundet das Geschmacksbild sauber ab. Insgesamt wirkt der Yamazaki Distiller’s Reserve harmonisch, elegant und typisch japanisch in seiner Stilistik.
Die Yamazaki-Brennerei wurde 1923 von Torii Shinjiro gegründet und war die erste Malt-Whisky-Brennerei Japans. Benannt ist sie nach dem Tal Yamazaki, das zwischen den beiden Metropolen Kyoto und Osaka im südlichen Teil der japanischen Hauptinsel liegt. Um mit dem schottischen Whisky konkurrieren zu können, ernannte man 1924 Taketsuru Masataka zum Fabrikdirektor. Dieser hatte zuvor in Schottland die Herstellung von Scotch Whisky direkt vor Ort erlernt. 1929 kam der erste Whisky unter dem Namen «Shirofuda» (White Label) auf den Markt. Aufgrund von Differenzen mit Torii Shinjiro verliess Taketsuru 1934 Yamazaki und gründete im selben Jahr Nikka Whisky auf Hokkaido. Die Yamazaki-Destillerie blieb jedoch das Herzstück der japanischen Whiskygeschichte und prägt bis heute den Stil hochwertiger Single Malts aus Japan.
Mit seinem leichten Körper und dem langen, sauberen Abgang ist dieser Whisky ein idealer Begleiter für ruhige Genussmomente – perfekt, um das neue Jahr stilvoll zu beginnen.